GRÜNE wollen mehr sozialen Wohnungsbau

Die Kreistagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Limburg-Weilburg hat für die nächste Kreistagssitzung die Gründung einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft beantragt. Ziel der Grünen ist es, Bewegung in den Wohnungsmarkt zu bringen um mehr bezahlbaren Wohnraum für kleine und mittlere Einkommen zu schaffen.

Der sozialpolitische Sprecher der Kreistagsfraktion, Phillip Krassnig, begründet den Antrag:

„Laut der Wohnungsbedarfsprognose der hessischen Landesregierung benötigen wir im Landkreis jährlich 230 neue Wohnungen bis zum Jahr 2025. Vor allem für Familien mit geringerem Einkommen ist der Bedarf groß. Auch das Limburger Frauenhaus hat zu verstehen gegeben, dass sie kaum neue Wohnungen für die dort untergebrachten Frauen finden können. Die gleiche Situation beschreibt Landrat Michel bei seiner Suche nach Unterkünften für Geflüchtete. Es ist also an der Zeit aktiv zu werden.“

Dabei verweist der 23jährige aus Hünfelden auf den Haushaltsbegleitbeschluss, der 2015 auf Antrag der GRÜNEN beschlossen wurde: „Bereits im letzten Herbst haben wir deutlich gemacht, dass der Landkreis sich stärker für sozialen Wohnungsbau engagieren muss.“ Deshalb hatten die GRÜNEN damals, ebenso wie die SPD Fraktion, erfolgreich beantragt, dass unter dem Einsatz von kreiseigenen Flächen und der Verwendung von Fördermitteln der Landkreis hier aktiv werden muss.

Unser Antrag auf Gründung einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft ist deshalb die logische Fortführung unseres Antrags zum Haushalt. Konkret wollen wir in Zusammenarbeit mit den kreisangehörigen Kommunen mehr Wohnraum mit Sozialbindung, aber auch Wohnungen für Menschen mit geringem Einkommen entstehen lassen. Die Partnerschaft mit den Kommunen ist uns wichtig, da klar ist, dass der Landkreis alleine nicht Abhilfe schaffen kann. Viele Kommunen sind allerdings auch zu klein sind um diese Aufgabe selbst bewältigen zu können.“

Krassnig hat noch ein weiteres Anliegen: „Die neue Wohnungsbaugesellschaft soll nicht im luftleeren Raum abseits von aller Demokratie entstehen. Wir fordern, dass die kommunalen Parlamente und ihre Fraktionen in der Gesellschafterversammlung berücksichtigt werden. Wir wollen so verhindern, dass die Gesellschaft, die für die Abgehängten in unserem Sozialwesen einstehen soll, eine reine Bühne für kommunale Hauptamtliche wird.“

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