GRÜNE wollen Informationen über Gewässerzustand im Kreis

Germany Lahn Castle Runkel Waters  - Makalu / Pixabay

Die GRÜNEN beantragen für die nächste Kreistagssitzung, dass der Kreisausschuss den Kreistag über den Zustand der Gewässer im Landkreis informiert. Besondere Berücksichtigung sollen dabei Konzentrationen von Unkrautbekämpfungsmitteln wie Glyphosat finden.

Grund für den Antrag der GRÜNEN sind Presseberichte über angebliche massive Schädigungen der Wasserflora und Wasserfauna in der Lahn. Schuld sollen nicht abgebaute Schadstoffe von Unkrautbekämpfungsmitteln sein. Eine besondere Rolle spielt dabei das Mittel Glyphosat, das immer häufiger in der Landwirtschaft eingesetzt wird. Auch die Deutsche Bahn versprüht im Kreisgebiet unter anderem dieses Mittel, um einen Pflanzenbewuchs auf den Gleisanlagen zu verhindern.

Erst am 26. März hatte der Deutschlandfunk in dem Beitrag „Glyphosat offenbar gefährlicher als angenommen“ berichtet, dass das weltweit verwendete Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat in seiner Gefährlichkeit hochgestuft wurde. Auf diese Neubewertung der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC), einer Einrichtung der Weltgesundheitsorganisation, reagierten die deutschen Behörden bisher zurückhaltend. Glyphosat ist nach Aussagen der IARC wahrscheinlich krebserzeugend für Menschen.

„Falls es zutreffen sollte, dass Pflanzen und Lebewesen in den Gewässern des Kreises durch Pflanzenschutzmittel geschädigt werden, so besteht ein akuter Handlungsbedarf der Behörden, erklärt der umweltpolitische Sprecher der GRÜNEN Kreistagsfraktion, Dieter Oelke. Darüber hinaus sei es nach den neuen Erkenntnissen sinnvoll, ein genaueres Augenmerk auf die generelle Umweltschädigung von Glyphosat zu richten.

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