Kerstin Weyrich: Rede zum Klimaschutzkonzept

Kerstin Weyrich

Kerstin Weyrich

Sehr geehrter Herr Vorsitzender,
sehr geehrte Damen und Herren,

das Klimaschutzkonzept wurde in einem breiten Konsens und mit einem hohen Maß an Ernsthaftigkeit erarbeitet. Wir waren erstaunt darüber, wie intensiv die Diskussionen geführt und wie engagiert Optimierungsvorschläge vorgetragen wurden – und das über die Parteigrenzen hinweg.

Der Landkreis hat sich dabei ein hohes Ziel gesetzt:

== >Zum einen soll das ehrgeizigste unter den möglichen Zukunftsszenarien die Leitlinie  bilden.

== > Zum anderen wird der Verkehr als Energieverbraucher und C02-Emittent in die  Bewertung mit einbezogen. Dies ist nicht selbstverständlich, wie das Beispiel des  Landes Hessen zeigt.

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Ein Klimaschutzmanager, der sich um die Umsetzung des umfangreichen Maßnahmenkatalogs kümmern wird, ist dank bereitgestellter Fördergelder auch in Sicht. Von ihm hängt der Erfolg der Maßnahmen wesentlich ab. Wir wünschen dem Landrat bei der Suche nach einem qualifizierten externen Experten viel Glück.

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Einen wesentlichen Maßnahmenpunkt möchte ich noch etwas ausführlicher ansprechen – die Öffentlichkeitsarbeit.
Ich wünsche mir, dass das Klimaschutzkonzept – hier schaue ich neben der Kreisverwaltung auch die Pressevertreter im besonderen an – intensiv an die breite Öffentlichkeit getragen wird, damit die Zusammenhänge und damit das Verständnis für die Maßnahmen wachsen können.

Ich bedaure derzeit die auf mich ein wenig einseitig und polemisch wirkende Berichterstattung über Windkraftanlagen z. B. im Bereich Bad Camberg. Sind Windkraftanlagen „Killermonster“?
Ich habe großes Verständnis für die berechtigten Sorgen und Vorbehalte gegen die Windräder. Und schön sind sie wahrlich nicht. Jedoch kann man sie im Gegensatz zu Atomanlagen wieder abbauen, wenn uns eines – hoffentlich nahen – Tages eine bessere Art der Stromerzeugung einfällt.
Jeder getötete Vogel und jeder vergrämte Waldbewohnerstimmen mich sehr traurig. Bei einem schwerwiegenden Atomunfall wären die Folgen jedoch noch viel gravierender. Es gäbe dann möglicherweise gar keine Vögel mehr, die von Windrädern beeinträchtigt werden könnten – und natürlich auch keine Menschen.

Dem ersten Bericht über die erzielten Erfolge des Klimaschutzkonzepts für unseren Landkreis sehe ich mit Spannung entgegen.

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